Zum Inhalt

Plastik ist nicht fantastisch - Interview #2

Reduzierung der Umweltauswirkungen des Tourismus mit Ally Dragozet

Im Jahr 2018 erreichten die weltweiten internationalen Touristenankünfte (Ankünfte über Nacht) schätzungsweise 1.4 Milliarden, zwei Jahre früher als frühere Vorhersagen. Das sind scheinbar großartige Neuigkeiten für Tourismusunternehmen, aber was bedeutet das für die Umwelt? Wie kann die Tourismusbranche ihre Praktiken verbessern, um Schäden an der Natur auszugleichen?

Um das herauszufinden, haben wir Ally, die Gründerin von ., interviewt Sea Going Green, ein Beratungsunternehmen, das sich auf nachhaltigen Tourismus spezialisiert hat.


Hallo Verbündeter! Was ist Sea Going Green und was machst du?

Ich bin Meeresbiologe und Gründer von Sea Going Green — eine Beratung für Tourismusunternehmen, die nachhaltige Praktiken in #GoGreenForTheBigBlue implementieren möchten.

Wir fördern nachhaltigen Tourismus durch nachhaltiges Wirtschaften, ohne das Kundenerlebnis negativ zu beeinflussen. Unsere Mission ist es, speziell die negativen Auswirkungen des Tourismus auf die Meeresumwelt zu mildern.

73 % der Millennials (22-37 Jahre) und Reisende der Generation Z (<24 Jahre) zahlen eher für Nachhaltigkeit und erwarten von Unternehmen positive Umweltmaßnahmen. Es ist im besten Interesse der Tourismusbranche, die Umwelt zu schonen, denn ein Reiseziel verliert letztendlich seine Rentabilität, wenn es an Schönheit verliert.


Was ist deine Mission?

Meine persönliche Mission war es immer, einen Weg zu finden, in den beiden Bereichen, in denen ich leidenschaftlich bin, etwas zu bewirken: Tourismus und Meeresbiologie. Deshalb habe ich gegründet Sea Going Green. Ich wollte in einem Bereich arbeiten und beraten, den ich gut kannte.

 

Wie helfen Sie Tourismusunternehmen bei der Umsetzung nachhaltiger Praktiken?

Wir entwickeln und führen Grüne Übergangsstrategien für Tourismusunternehmen, die #GoGreenForTheBigBlue wollen. Diese Strategien umfassen eine Umweltverträglichkeitsprüfung, einen Plan für nachhaltigen Meerestourismus und einen Bericht über bewährte Verfahren. Dadurch helfen wir Betreibern, sich für relevante grüne Auszeichnungen und Zertifikate zu qualifizieren, damit ihre Leistungen öffentlich anerkannt werden. 

Wir bieten auch Schulungen und Kapazitätsentwicklung an, um das ökologische Bewusstsein und den Wert eines verantwortungsvollen Meerestourismus in der gesamten Branche zu fördern. Dies trägt dazu bei, Wissen, Fähigkeiten und Erfahrungen zu stärken und zu erhalten, um einen nachhaltigeren Tourismus zu erreichen. Umweltabhängige Tourismusunternehmen sollten aktiv werden und die natürlichen Ressourcen und Ressourcen schützen, die ihre Besucher anziehen.


Wie wirkt sich der Tourismus auf unsere Meeresumwelt aus?

Die Tourismusbranche hat die Macht, ein Katalysator für eine nachhaltige Nutzung der natürlichen Umwelt zu sein. Es ist eine schnell wachsende Branche – mit Prognosen von 1,8 Milliarden internationalen Touristenankünften bis 2030. Die Branche macht bereits 10 % des weltweiten BIP aus. Das Geschäftsvolumen entspricht dem der Ölexporte. Und jeder elfte Arbeitsplatz auf der Welt ist mit der Tourismusbranche verbunden.

Aber eine so große Industrie wirkt sich negativ auf die Meeresumwelt aus. Mit immer mehr Touristen muss mehr Platz für Unterkünfte und andere touristische Aktivitäten geschaffen werden. Die Küstenentwicklung erschöpft die Meeresumwelt durch Waldlichtungen, Erosion von Stränden und Inseln, Schäden an Korallenriffen und zunehmenden Druck auf lokale Gemeinschaften. Die Wasserqualität in stark touristisch geprägten Gebieten belastet auch die Abwasserbehandlung und die unbehandelten Abwässer.


Wie hängen Tourismus und Plastikverschmutzung zusammen?

Denken Sie an all die Plastikstrohhalme und Plastikbecher, die nur in Hotelresorts verwendet werden. Die Mehrheit der Touristen hat eine „aus den Augen, aus dem Sinn“-Mentalität, wenn es um Plastik und Reisen geht. Sie denken nicht zweimal darüber nach, Plastikwasserflaschen zu kaufen und sie noch am selben Tag wegzuwerfen. Aus diesem Grund glauben wir, dass Verhaltensänderungen im Upstream-Bereich in der Branche so wichtig sind. Touristen müssen daran erinnert werden, wie sich ihre Handlungen auf Reisen auf die lokale Umgebung und Gemeinschaften auswirken, damit wir die Abfallmenge stromabwärts reduzieren können.


Was sind Ihre Tipps, um auf Reisen weniger Plastik zu verwenden?

  1. Überspringen Sie die Plastikwasserflaschen. Tragen Sie einen wiederverwendbaren Tank und die meisten Orte füllen ihn gerne für Sie nach.
  2. Sagen Sie Nein zu Plastikstrohhalmen oder fragen Sie nach einer Alternative – wie einem Bambusstrohhalm oder einem Straw by Straw.
  3. Tragen Sie Ihre eigene Taschentasche herum! Diese Plastiktüten aus Lebensmittelgeschäften summieren sich während Ihrer Reisen und sind weniger haltbar.

Ally Dragozet ist Meeresbiologin und Gründerin von Sea Going Green.

Jetzt Einkaufen